Clarissa Mai gewinnt inoffizielle U23 Bundesliga-Gesamtwertung

Steinacherin beim Bundesligafinale in Freudenstadt erneut beste U23 Fahrerin

Clarissa Mai konnte ein starkes Saisonfinale bejubeln

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Freudenstadt war erstmals Austragungsort eines MTB-Bundesligarennens. Für das Finale der Bundesligaserie wurde in Freudenstadt eine neue Mountainbikestrecke angelegt, die von den Fahrerinnen und Fahrern jedoch viel Kritik erntete. Die künstlich angelegten Hindernisse forderten Stürze geradezu heraus und viele Athleten kamen nicht ins Ziel. Clarissa Mai (SC Hausach/Team LinkRadQuadrat) fuhr wiederum als beste U23 Fahrerin in Ziel und gewann die Bundesliga-Gesamtwertung in der Klasse U23. Yannic Wörner (U23) und Julian Rösch (U19) kurbelten als 16. und 14. in die Top-20.
„Heute habe ich meine Bodenprobe vor dem Rennen beim Abfahren der Strecke genommen“, lachte die 20-jährige Steinacherin. „Zunächst wusste ich noch gar nicht, ob ich das Rennen überhaupt fahren kann. Doch die starken Prellungen spürte ich beim Warmfahren kaum noch und bis auf das Lock-Out war auch mein Rad wieder renntauglich, so dass ich an den Start gehen konnte“, erklärte Mai. Nach einem wiederum schlechten Start kämpfte sich die Steinacherin am ersten steilen Anstieg an Position fünf. Hinter den vier Landesmeisterinnen der Damen-Elite Klasse Sabine Spitz (Deutschland), Lisi Osl (Österreich), Sabrina Enaux (Frankreich) und Karla Stepanova (Tschechien) hielt sich Mai bis zur vierten Runde an dieser Position, ehe sie noch von Hanna Klein (Freiburg) überholt wurde. „Mit Platz 6 im Elitefeld und schnellste U23 Fahrerin bin ich sehr zufrieden. Heute konnte ich trotz den Sturzverletzungen auf Zug fahren und war auch in den technischen Abfahrten stark“, erklärte die U23 Nationalfahrerin. „Dass ich mich mit diesem Erfolg beim Bundesligafinale noch an die Spitze der U23-Gesamtwertung setzen konnte, freut mich sehr“, strahlte Mai nach ihrem gelungenen Auftritt.
Der Durbacher Yannic Wörner wurde im Feld der U23 Fahrer starker 16. „Die Strecke war für uns Fahrer eine Zumutung. Viele Fahrer stürzten und zogen sich schwere Verletzungen zu. Unter anderem mein Teamkamerad Mark Kindler. Ich bin froh, dass ich heil und mit einer guten Platzierung ins Ziel kam“, fasste Wörner den Tag zusammen. In der Gesamtwertung wurde der Durbacher 15, zwei Plätze hinter Teamkollege Felix Klausmann, der wegen Krankheit an diesem Wochenende nicht starten konnte. Auch Junior Julian Rösch war als 14. im Rennen und 13. in der Gesamtwertung mit seiner Leistung zufrieden. „Nach einem guten Start konnte ich mich zunächst in den Top-Ten einreihen. In der Mitte des Rennens ließen meine Kräfte etwas nach und ich fiel zurück“, berichtete der Seelbacher. „Doch in den letzten beiden Runden konnte ich bis auf Platz 14 vorfahren. Die vielen Rennen haben mich Kraft gekostet und jetzt freue ich mich auf die Pause“, zog Rösch sein Fazit.

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